
- Peter Hebeisen (Mitte) liest Texte aus dem Leben der Opfer während der Künstler Gunter Demnig die Stolpersteine verlegt; rechts im Bild steht Stadtarchivar Franz Meyer.


Stolpersteine
Die ersten Stolpersteine zum Gedenken an jüdische Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden Ende November verlegt. „Erinnerung braucht einen Ort“, sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf in seiner Ansprache. Mit zu diesem Akt des Gedenkens eingeladen waren MBK-Vorstand Peter Hebeisen und Grita Behrens als Vertreterin des Salzufler Ratschlages gegen Fremdenfeindlichkeit und Extremismus von Stadtarchivar Franz Meyer und Ingrid Tennie. Die Stationen Brüderstraße 26, Am Markt 22, Wenkenstraße 2 und 5, Obere Mühlenstraße 8 sowie Augustastraße 4 wurden von einem Bläserquintett sowie Psalmen und Gebeten von Harry Rothe, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Herford-Detmold, Superintendent i. R., Dieter Lorenz, und Pfarrerin Steffie Langenau begleitet. Konfirmandengruppen und Peter Hebeisen verlasen Texte, die mit dem Leben der Opfer zu tun hatten. Etwa vierzig Bad Salzufer Bürgerinnen und Bürger folgten dem Künstler und Stolperstein-Initiator Gunter Demnig aufmerksam und ergriffen. Auf dem Gehsteig vor den Häusern mahnen nun kleine Messingtafeln mit dem Namen, Geburtsjahr, Jahr der Deportation und Tag der Ermordung. Dreiunddreißig weitere Steine werden im Oktober diesen Jahres in Schötmar verlegt, in dem Ortsteil, wo der MBK die Finanzierung für drei Stolpersteine übernommen hat. Bad Salzuflen ist die 607. Kommune, in der Stolpersteine Erinnerung wach halten sollen.


